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VERSICHERUNGSBETRUG – DAS GEHT GANZ SCHNELL UND KEINER MERKT ES

03.12.2013 um 15:12 Uhr von Sabine Schmidl

„Kein Problem, da sagen wir einfach, dass ich das war. Meine Haftpflicht zahlt das schon.“ Kommt Dir dieser Satz bekannt vor? Warst Du selbst schon einmal in einer ähnlichen Situation? Dein iPhone war kaputt, aber Du hattest kein Geld, um ein neues zu kaufen? Na wofür hat man denn eine Versicherung, wenn nicht gelegentlich was Gutes dabei rausspringt?

Versicherungsbetrug ein harmloser Schwindel?

Die Mehrheit hat sich eine dieser Fragen schon mal gestellt. Viele haben diesen Satz auch von Freunden gehört oder sogar selbst vorgeschlagen. Ist ja nicht schlimm, richtig? Schließlich zahlt man seit Jahren in eine Vielzahl von Versicherungen ein. Als Deutscher hat man ja für jedes Ereignis die passende Versicherung parat, wie wir bereits zuvor über „das Sicherheitsbedürfnis der Deutschen“ lesen konnten. Und nun ist der Moment gekommen, wo man von diesen auch mal was zurück haben möchte, anstatt nur einzuzahlen.

Aber handelt es sich dabei wirklich um eine harmlose Schwindelei? Ein kleiner Betrug, der nicht so schlimm ist? Man möchte letzten Endes ja keine 50.000 sondern nur 500 Euro von der Versicherung haben, auch wenn kein versicherter Schadensfall vorliegt… das kann man doch nicht Betrug nennen!

Doch.

Versicherungsbetrüger sind Gelegenheitstäter

4 Milliarden Euro jährlich. Das ist nicht etwa das Gehalt des Versicherungsvorstands, sondern stellt die Kosten der Schäden, die jährlich durch Versicherungsbetrug entstehen dar. Interessant dabei ist, dass rund die Hälfte der Schadensmeldungen lediglich einen Betrag von 100 Euro beanstanden.

Laut Studien handelt es sich beim typischen Versicherungsbetrüger um einen Gelegenheitstäter. Dieser möchte dem Freund helfen, wenn jener aus Versehen sein iPad Air kaputt gemacht hat. Ein kleiner Freundschaftsdienst. Ist ja keine große Sache ob Max oder Moritz das Tablet fallen gelassen hat. Ein Name, nichts weiter.

Aber für die Versicherung handelt es sich um eine große Summe. Denn plötzlich ist es nicht nur ein Name. Nein, die ganze Nachbarschaft beginnt mit Namen zu jonglieren. Aus Peter wird Klaus, Lukas zu Monika und statt Sarah war es plötzlich Johanna. Eine ganze Betrugswelle prasselt auf die Versicherung nieder. Dem muss ein Ende gesetzt werden.

Rekonstruktion des Schadenshergangs, Prüfung des Sachverhalts, der tatsächlichen Hintergründe und Schäden. Die Versicherungen haben sich viele Maßnahmen einfallen lassen, um Betrüger von Begünstigten zu unterscheiden. Fast jeder eingereichte Schaden wird nun unermüdlich geprüft.

Schließlich kamen sie zu dem Ergebnis, dass bei knapp 10 % aller Schadensfälle geschwindelt wird. Zwar handelt es sich bei den meisten Schäden um einen richtigen Schaden, das Samsung Galaxy S4 hat also tatsächlich einen Wasser- oder Flüssigkeitsschaden, doch beim Rest wurde fleißig gemogelt und übertrieben. So haben 43% eifrig übertrieben was den Schaden betrifft, aus einem Kratzer wird beispielsweise ein Displaybruch, und 51% definieren den Vorgang einfach um. Die restlichen 6% sind fingiert, der Bruch im Display ist also nicht durch einen Sturz entstanden, sondern eher mit dem Hammer hervorgerufen worden.

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Schadensquote steigt bei Präsentation neuer Elektronikgeräte

Auch die Lebenszeit vieler iPhones oder iPads findet überraschender Weise stets ein Ende, wenn die Veröffentlichung des neuen Apple-Modells naht. Zu dieser Zeit werden die Haftpflicht, Handyversicherungen oder Tabletversicherungen von einer Apple-Schadenswelle überrollt. Doch auch hier haben sie einen Weg gefunden, die Flut abzubremsen. Neben der zuvor erwähnten gründlichen Prüfung, werden die Smartphones nun vorzugsweise in Reparatur gegeben statt ein Ersatzgerät zu stellen. Doof für die Versicherungsbetrüger. Jedoch gut für die ehrlichen Opfer eines Handyschadens, denn diese bekommen ihr geliebtes Smartphone zurück. Brauchen sich demnach auch nicht den Kopf darüber zerbrechen, woher sie nun alle Nummern, Daten oder Fotos wieder bekommen.

Versicherungsbetrug ist strafbar. Wer trotzdem auf Nummer Sicher gehen und sein Handy vor Schäden schützen will, der sollte statt die Versicherung zu betrügen doch lieber eine Handyversicherung von OnlineVersicherung.de abschließen. Ab 1,99€ pro Monat ist diese viel günstiger als die Strafe, die auf Versicherungsbetrüger wartet, denn neben Geldstrafen drohen ebenfalls Haftstrafen von bis zu 5, in schweren Fällen sogar bis zu 10 Jahren.