News Archiv

Seniorenhandys: Was können die Handys wirklich?

01.06.2015 um 10:11 Uhr von Göran Halit

Smartphones werden immer leistungsstärker und punkten stets mit neuen Funktionen: Riesige AMOLED-Bildschirme und aufwendige Komponenten, die für starke Performance selbst bei anspruchsvollen Aufgaben sorgen. Und dennoch: Spezielle Hersteller machen eine Kehrtwende und setzen die Geräte auf Diät – Seniorenhandys werden auf das Nötigste reduziert und erfüllen damit die Bedürfnisse einer neuen Zielgruppe.

Irgendwann trifft es uns alle: Wir hören und sehen schlechter, die Motorik nimmt ab und komplizierte Funktionen fordern uns einiges ab. Das wissen auch die Hersteller von Seniorenhandys und passen die mobilen Geräte an ihre Zielgruppe an.

Seniorenhandy als tägliche Hilfe

Das Auge

Auch wenn die neuste Smartphone-Generation von Apple und Co. mit großen Bildschirmen trumpft, sind diese nicht zwingend Vorteilhaft, z. B. wenn eine starke altersbedingte Sehschwäche vorliegt. Das iPhone ist nicht für eine vergrößere Darstellung ausgelegt. Anders ist das bei Seniorenhandys – die Bildschirmen sind i.d.R. kleiner, dafür aber werden Menüs grundsätzlich größer angezeigt. Die angepasste Darstellung sorgt für eine aufgeräumte und klare Betrachtung selbst bei hohem Zoomfaktor. Auch Helligkeit und starker Kontrast dienen der Leserlichkeit bei Seniorenhandys. Zudem sind die Wahltasten größer als bei normalen Handys und oft mit haptischen Reizen ausgestattet – so können auch Blinde einige Modelle nutzen ohne Tastenreihenfolgen auswendig lernen zu müssen.

Das Ohr

Seniorenhandys besitzen häufig verstärkte Lautsprecher, da das Gehör im Alter bekanntlich abnimmt. Doch wenn Hörgeräte im Spiel sind, können trotz Verstärkung Schwierigkeiten auftreten. Dafür haben die Spezial-Hersteller eine Lösung: Eine eingebaute Induktionsspule sorgt für Abhilfe – das Gespräch wird trotz Hörgerät klar und deutlich. Jedoch nicht alle Seniorenhandys verfügen über diese Kompatibilität mit Hörgeräten. Beim Kauf sollte daher explizit danach gefragt werden.

Die Motorik

Für eine einfache Bedienung des Seniorenhandys haben sich große Tasten mit klarem Druckpunkt bewährt. Eine gummierte Oberfläche macht das Seniorenhandy zudem griffiger und sorgt zum einen dafür, dass die Nutzer sich weniger vertippen. Zum anderen rutscht das Seniorenhandy nicht so einfach aus der Hand.

Im Notfall

Funktionen und Leistungen werden bei Seniorenhandys auf ein Minimum reduziert, um die Bedienung möglichst einfach zu halten. Dennoch haben viele Geräte eine Zusatzfunktion, die moderne High-End-Smartphones nicht haben: die sogenannte Notfalltaste. Sie sorgt dafür, dass möglichst schnell Hilfe zur Stelle ist, sollte es zu einem Notfall kommen. Wer die Taste drückt, setzt eine Telefonkette in Gang, die Angehörige und Notfalldienste alarmiert. Gleichzeitig wird der Standort via GPS mitgeteilt. So können Notfallkontakte Betroffene orten. Auch diese Funktion haben nicht zwangsläufig alle Seniorenhandys. Beim Kauf unbedingt darauf achten und anschließend bestenfalls gegen alle gängige Schäden absichern mit der Handyversicherung von OnlineVersicherung.