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ELEKTRONIKSCHUTZBRIEF VERSUS HAUSRATVERSICHERUNG

12.11.2013 um 11:11 Uhr von Andreas Steffens

Auf Facebook und in unseren Kunden-E-Mails werden wir immer wieder gefragt, ob eine Handyversicherung sinnvoll ist, wenn doch die Hausratversicherung die meisten Schäden absichern würde. Leider ist das offenbar ein weit verbreiteter Irrtum. In diesem Blogeintrag wollen wir genauer auf den Vergleich Hausratversicherung mit dem Elektronikschutzbrief eingehen.

Diebstahl gedeckt durch Auto- oder Hausratversicherung

Die erste Frage war, ob der Diebstahl des Smartphones aus dem PKW nicht über die Autoversicherung oder die Hausratversicherung abgedeckt sei.

Die meisten Autoversicherer bieten inzwischen keine Versicherungen gegen Diebstahl von Kleingeräten wie Smartphones, Tablets oder Navigationsgeräten aus dem Auto mehr an. Wenn doch, dann ist bzw. war dies in der Teilkaskoversicherung abgedeckt.

Bei den Hausratversicherungen ist es ähnlich. Viele Versicherer bieten es gar nicht erst an. Einige Versicherungsanbieter bieten es an, dann aber unter schwierigen Bedingungen. Z. B. ist der Einbruch ins Auto mit Diebstahl nur dann versichert, wenn das Auto in einer Garage geparkt ist. Wieder andere Versicherer versehen den Diebstahl aus einem PKW mit einer Nachtzeitklausel. Das bedeutet dann, dass Diebstähle aus dem Auto zu der Tageszeit, an der am meisten in Autos eingebrochen wird, der Diebstahl nicht versichert ist. Dies ist alles sehr konfus und am Ende steht man doch ohne Versicherungsschutz da.

Hausratversicherung an bestimmten Ort gebunden

Kommen wir zu den Hausratgefahren. In der Regel deckt die Hausratversicherung verschiedene Schadensereignisse ab. Dies sind grob gesagt die Gefahren Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Sturm/Hagel. Die Versicherer packen unter diese Oberbegriffe noch weitere Schadensereignisse wie Überspannung und Kurzschluss, welche z. B. zum Gefahrenbegriff Feuer gehören.

Diese Gefahren sind bis auf einige Ausnahmen, auf die ich gleich eingehen werde, alle an den versicherten Ort, der in der Versicherungspolice genannt wird, also die Wohnung oder das Haus, gebunden. Das bedeutet einfach gesagt, wenn das versicherte iPhone Feuer fängt, dann ist es nur versichert, wenn das auch zu Hause geschehen ist.

Gleiches gilt für alle anderen genannten Gefahren. Nun gibt es sogenannte Zusatzklauseln, die manche Versicherer mit anbieten, z. B. Raub, Trickdiebstahl oder Diebstahl aus Krankenzimmern und die Außenversicherung. Diese Klauseln sind nicht an den versicherten Ort gebunden. Raub und Trickdiebstahl sind in den meisten Hausratversicherungen allerdings nur in Deutschland versichert. Auch der Diebstahl aus Krankenzimmern ist oftmals nur abgesichert, wenn das Gerät in einem Schrank verschlossen war.

Außenversicherung gut für Urlauber

Bei der Außenversicherung geht es darum, wenn der Versicherungsnehmer in Urlaub fährt, dass im Hotelzimmer oder in der Ferienwohnung der Hausrat auch versichert ist. Aber dann haben wir wieder die Gebäudebindung. Wer also im Urlaub bestohlen wird, der ist durch seine Hausratversicherung nicht geschützt. Hinzu kommt, dass viele Hausratversicherer die Außenversicherung nur auf Europa beschränken.

Im Unterschied dazu sind die bei OnlineVersicherung.de versicherten Gefahren nicht ans Auto oder das Haus gebunden und der Versicherungsschutz gilt weltweit. Auch ist der Diebstahl im Elektronikschutzbrief von OnlineVersicherung.de versichert. Nicht der einfache Diebstahl, aber wenn das Smartphone in sicherem Gewahrsam mitgeführt wurde, ist auch der Diebstahl versichert. Alle anderen Schäden sind überall versichert.