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Raus aufs Fahrrad mit dem Smartphone? Bike-Apps und mehr

17.07.2017, 13:46

Mit der richtigen Halterung zum smarten Fahrvergnügen: Telefonieren, Navigieren, Musik hören (ohne Kopfhörer), Fitness-Tracking, Tourenaufzeichnung, Tacho und mehr – das geht mit der guten Halterung fürs Smartphone und diversen Apps. Wer zudem noch auf die Sprachsteuerungsmöglichkeiten zurückgreift, kann sorgenfrei die Vorzüge des Smartgerätes auf dem Fahrrad nutzen.

Radfahren mit Smartphone

Verkehrssicherheit beachten lohnt sich für die eigene Gesundheit und bewahrt vor Bußgeldern

Generell gilt: Beide Hände gehören an den Lenker! Die Benutzung eines Mobiltelefons (ohne Freisprecheinrichtung) sowie die Bedienung, zum Beispiel das Tippen einer SMS, wird mit einem Bußgeld geahndet. Wenn das Gehör durch ein Gerät beeinträchtigt ist wird ebenso ein Bußgeld fällig – also zum Beispiel wenn das Smartphone als mp3-Player genutzt und zu laut Musik gehört wurde.

Künftiges Bußgeld für Telefonieren beim Radfahren?
Bußgelder 2017 beim Radfahren: 25 Euro fürs Telefonieren bzw. nutzen des Handys, 15 Euro für zu lautes Musikhören. Künftig vielleicht noch mehr?

In Deutschland sind weitere Gesetzesänderungen geplant, die zukünftig auch das Tippen von Nachrichten und Surfen im Internet stärker bestrafen sollen. In manchen europäischen Ländern wird auch die Benutzung eines Bluetooth-Headsets geahndet. Das ist wegen des Ablenkungspotentials und der Verkehrssicherheit verständlich. Deswegen sind Handyhalterungen und Freisprechmöglichkeiten auch am Fahrrad sinnvoll.

Sichere Befestigungen am Fahrradlenker, die zum Teil mehr können

Es gibt viele verschiedene Smartphone-Halterungen fürs Fahrrad. Relativ minimalistisch kommt die in Österreich entwickelte Lösung „Finn“ von „Bike Citizens“ – Preisklasse rund 10-15 Euro – daher. Es ist ein Silikonband, welches – wenn es richtig rum montiert wird! – einen festen Sitz des Smartphones am Lenker gewährleisten soll. In der Regel, je nach Montageort, ist das Handy darin hochkant im Portraitmodus verankert. Die Halterung ist schnell angebracht, lässt sich ebenso schnell wieder abnehmen und passt in die Hosentasche. Dazu gibt es noch einen Gutschein für In-App-Käufe für die Fahrrad-Navi-App vom Hersteller. Andere Hersteller bieten Lenkertaschen mit Handyhalterung. So ist dann auch – je nach Ausführung – der Wetterschutz fürs Touchgerät gegeben. Zwei Produkte aus der Entwicklung in Deutschland stellen wir noch vor:

„Ready for take-off“ – Mehr als ein Halter: COBI

Der Firmen- und Produktname steht für Connected Biking (COBI) und macht kompatible Smartphones – je nach Ausbaustufe des Systems und vorhandenem Fahrrad – zur Steuerzentrale deines E-Bikes und des Lichtsystems. Das Hard- und Softwarepaket startet ab ca. 250 Euro und die Version mit smartem Vorder- und Rücklicht kostet ca. 340 Euro.

Das „Hub“ genannte Smartphone-Dock liefert Strom fürs Telefon, entweder über ein per USB ladbares Akkupack, vom Nabendynamo oder auch direkt vom Akku des E-Bikes. Das Smartphone wird quer (im Landscape-Modus) in einer Spezialhülle angedockt, die auch einen Regenschutz bieten soll. Die kostenlose, aber leider nur mit dem System nutzbare App ermöglicht neben der grundlegenden Authentifizierung und Bindung des Systems an das eigene Smartphone, Fahrrad-Navigation mit Sprache, Offline-Karten, Musik- und Podcaststeuerung, Anrufe zu starten und anzunehmen, die wohl über den Lautsprecher wiedergegeben werden, Tourenkilometerzähler und über die Verbindung mit anderen Plattformen bzw. Apps wie Komoot oder Strava weitere Tourenfunktionen. Außerdem können die Fitness-Funktionen von Google oder Apple integriert werden.

Interessant sind auch das Echtzeit-Fahrradwetter und die weiteren Möglichkeiten für kompatible E-Bikes. Das Dashboard ersetzt die klassischen Fahrradtachos. Durch die Smartphone-Einbindung und Update-Möglichkeiten, bleibt das System stets aktuell und man bekommt die Software-Weiterentwicklungen. Die App-Funktionen lassen sich über den Daumen-Controller anwählen, so dass beide Hände am Lenker bleiben können. Mit dem Steuergerät kann eine elektronische Hupe bzw. Fahrradklingel ausgelöst werden, die in Lautstärke und Klang einer normalen Klingel ähneln soll. Das Rücklicht könnte noch viel mehr, wie das Abbiegen mittels Richtungsblinker signalisieren – das ist in Deutschland so aber nicht zugelassen. Eingebaut ist auch eine Alarmanlage. Da gibt es inzwischen allerdings immer mehr Systeme, die das gestohlene Rad auch orten können. Immerhin sollte durch die Paarung mit dem eigenen Smartphone das smarte Cockpit für Diebe unbrauchbar sein.

Clevere, akkulose Halterung und Freisprecheinrichtung fürs Fahrrad: CESAcruise

Telefonieren während dem Radfahren mit Freisprecheinrichtung

CESAcruise – Preisklasse ca. 60 Euro – vom hessischen Start-up Sminno positioniert das Smartphone in einer Halbschale. Alleinstellungsmerkmal der Universalhalterung für Smartphones in der Größe zwischen 3 bis 6,4 Zoll ist die stromlose Unterstützung der Freisprechfunktion. Dafür sorgt allein die Form der Konstruktion. So wird der Schall bei aktiviertem Lautsprecher auf den Fahrer gerichtet, damit quasi verstärkt, und gleichzeitig die Sprache des Radlers verständlich übertragen, da das Mikrofon des Handys windgeschützt in der Schale lagert. Damit lässt sich dann auch der Sound – zum Beispiel von einer Navi-App – analog, laut Hersteller um den Faktor 3, verstärken. Oder Musik hören, aber dies geht natürlich nicht völlig privat vonstatten. Die Halterung kann quer im Landscape-Modus oder hochkant in normaler Portraitausrichtung am Lenker mittels Montage eines „KLICKfix Miniadapters“ angebracht werden. Dabei muss man sich bei der Befestigung des Adapters für eine Ausrichtung durch die Wahl der Einschubrichtung entscheiden. Die lässt sich zwar mit dem entsprechendem Werkzeug ändern, aber eben nicht spontan.

Handyhalterung CESAcruise Schale und Klickfix-Miniadapter
Die Handyhalterung wird in den Klickfix-Miniadapter eingeschoben. Bei der Version auf dem Bild wurden die umlaufenden Langzeitgummibänder durch eine Gummischnur aus dem Baumarkt ersetzt

Bei größeren Smartphones wie beispielsweise dem Apple iPhone 7 Plus oder dem Samsung Galaxy 8+, empfiehlt es sich, mehrere der „Longlife“ Gummibänder, die die ausziehbare Schale zusammenhalten, übereinander zu verwenden. Laut Hersteller klemmt das Handy damit sicher kratzfest in der Halterung. Unabhängig davon empfehlen wir aber immer eine Schutzhülle fürs Handy, weil es ja nicht immer in der Halterung ist. Die Schale bietet auch einen Schlitz, durch den ein Ladekabel fürs Smartphone – zum Beispiel von einem Akkupack – geführt werden kann. Wer sich für eine helle Farbe des „soundoptimierten“ Kunststoffs oder die transparente Variante entscheidet, kann die Sichtbarkeit erhöhen indem er die Smartphone-LED-Taschenlampe einschaltet. Ein zugelassenes Vorderlicht ist die Halterung damit nicht. Dafür aber eben eine Lösung, die es ermöglicht – unter Einsatz der Sprachsteuerung seines Smartgerätes – beide Hände am Lenker zu behalten und beim Radfahren zu telefonieren.

Für Allwetter-Radfahrer und -Radfahrerinnen, bietet der Hersteller auf seiner Homepage auch eine Regenschutzhülle für Smartphones an, die mit der Halterung kompatibel ist. Außerdem ist eine eigene App in Planung, die wahrscheinlich die Funktion des „Cockpits fürs Rad“ unterstreichen soll. Diese Investition kann sich angesichts drohender Bußgelder und wegen der Verkehrssicherheit lohnen. Zumal sich ja viele Smartphone-Funktionen per Sprachbefehl steuern lassen und so wirklich beide Hände am Lenker bleiben können.

Sprachbefehle während der Fahrt nutzen

Egal ob Android oder iOS, die Sprachsteuerung bieten alle moderneren Smartphones. Bei Smartphones mit Android-Betriebssystem kann, sofern die Sprachsteuerung aktiviert ist, mittels dem Sprachbefehl „Ok Google“ die Erkennung für weitere Befehle gestartet werden.

Sprachsteuerung mit OK Google und der Google App beim Fahren

Beim Radfahren könnten folgende Befehle nützlich sein – „OK Google“…

  •  … „Rufe [Name einer Person] an“. – Einen Kontakt aus dem Telefonbuch anrufen. Alternativ kann auch eine Nummer diktiert werden. Das ist während der Fahrt aber nicht wirklich zu empfehlen, da Google manchmal etwas vorschnell anfängt zu wählen oder eben darauf achten, dass die Pausen zwischen den Ziffern nicht zu lang werden. Leider ist damit der Lautsprecher noch nicht aktiviert. Ärgerlich ist auch, dass die Rufannahme oft per Sprachbefehl nicht zu funktionieren scheint.
  •  … „Erstelle eine Nachricht an [Name eines Kontaktes oder eine Nummer diktieren]“. Sofern man eine Nummer diktiert, wird nach dem Nachrichten-Text gefragt und dann nochmal gefragt, ob man die Nachricht senden oder ändern möchte. Bei der Nennung eines Kontaktes wird zunächst gefragt, mit was man die Nachricht senden möchte – also zum Beispiel als WhatsApp oder SMS.
  •  … „Schreibe [Nachrichtentext] in WhatsApp an [Name des Empfängers]“. Eine WhatsApp-Nachricht diktieren. Das obige schrittweise Vorgehen ist ggf. einfacher.
  •  … „Spiele [Name des Musiktitels]“. – Beim ersten Einrichten die App auswählen, ginge auch mit Spotify. Das Stoppen der Musik mittels Sprachbefehl scheint aber nicht wirklich zu funktionieren.
  •  … „Mach die Taschenlampe an/aus“.
  •  … „Navigiere zu [Ortsname] mit Fahrrad“. – Ruft die Navigationsfunktion mittels Google-Maps auf und führt die Routenberechnung mit der Einstellung Fahrrad als Verkehrsmittel durch.

Manche Sprachbefehle entsperren nicht den Bildschirm für den Ergebnisaufruf und man müsste ihn manuell freigeben – was ja während der Fahrt nicht erlaubt ist und noch mehr Ablenkungspotential birgt. Das lässt sich dann durch andere Sprachbefehle umgehen, die den Startbildschirm entsperren. So zum Beispiel mit der Taschenlampensteuerung. Insgesamt gibt es also noch ein paar Fallstricke der Sprachsteuerung. Neben eventuellen Bedenken zum einen, da die Entsperrung per Stimme einen leichteren Zugang gewährt als die PIN-, Muster- oder Fingerabdruckeingabe und zum anderen, weil Google bei dieser Einstellung quasi immer mithört. Samsung hat sein eigenes System mit S Voice und Apple mit der Sprach-Assistentin Siri.

Apps fürs smarte Fahrradfahren

Es gibt unzählige Apps mit unterschiedlicher Qualität und zu unterschiedlichen Preisen rund ums Thema Radfahren. Einige, vor allem bewährte Klassiker von der Navigation bis zum Regenradar stellen wir hier jeweils kurz vor.

(Alltags-) Navigieren und Tourenplanung

Eingefleischte Radfahrer kritisieren mitunter an den zum Teil integrierten, kostenlosen Navigationslösungen der Betriebssystem-Anbieter wie Google Maps (Android | iOS ) oder Apple Karten (iOS), dass sie die Wege für Fahrradfaher nicht berücksichtigen. Zumindest bei Google Maps hat sich da in letzter Zeit schon etwas getan. Zudem ist es möglich, Kartenausschnitte offline zu speichern und es gibt eine Routenführung von Abbiegung zu Abbiegung (Turn-by-Turn) mit Sprachausgabe.
Zum Teil bieten spezielle Apps aber mehr:

  • Naviki (Android | iOS | Windows Phone) bietet speziell fürs Fahrradfahren optimierte Navigation und das weltweit. Die Basisfunktionen sind kostenlos. Die Art der Routenführung kann zunächst zwischen Alltag und kürzester Weg gewählt werden. Andere Arten wie Freizeit, Mountainbike, Rennrad oder S-Pedelec können auch per Kauf freigeschaltet werden. Die dezente Werbung kann per In-App-Kauf entfernt und Offline-Karten können ebenso erworben werden. Die Routenplanung kann bequem auf der Webseite von Naviki erfolgen – inklusive Rundtourenplanung – und lässt sich anschließend fürs Smartgerät speichern. Gefahrene Wege zeichnet die App auf.
  • Komoot (Android | iOS) ist ein weiterer Klassiker der Tourenplanung. Vielen vielleicht eher als Wander- und Naturerlebnis-App bekannt, bietet Komoot aber auch die Fahrradtourenplanung und dies dann neben dem Normalradler auch fürs Moutainbike oder Rennrad. Es gibt Tourenvorschläge aus der Community. Für die Alltagsnavigation kann man außerdem sein Fitnesslevel angeben, was sich auf die kalkulierte Fahrtdauer auswirkt. Den vollen Funktionsumfang schaltet man per In-App-Kauf frei.
  • Stadtbürgerinnen und Stadtbürger können mit Bike Citizens (Android | iOS) in ca. 450 europäischen Städten, davon 73 in Deutschland radeln und sich vielleicht damit auch an der Stadtentwicklung beteiligen. Daneben gibt es weltweit noch ein paar mehr Städte, die bis jetzt erfasst sind. Die Gebiete können einzeln freigeradelt werden: Dazu muss man 100 km in 30 Tagen fahren oder die Gebiete einzeln oder komplett kaufen. Beim Kauf der Handyhalterung „Finn“ gibt es ein Gutschein für die In-App-Käufe. Die Radroutenführung kann per Anpassung des Routing-Profils zwischen gemütlich, normal und schnell beeinflusst werden. Bei der Auswahl von „gemütlich“ bekommt man mehr von den Grünanlagen in der Stadt mit. Der „schnelle“ Weg führt hingegen eher Straßenorientiert, direkter zum Ziel. Bei der normalen Variante werden Strecken, die nicht unbedingt an Hauptstraßen langführen gewählt. Akkuschonend dunkel, mit hellen Wegen, ist die Darstellung der Karten gewählt.
    Die geradelten Strecken können aufgezeichnet und das persönliche Streckennetz kann in einer Heatmap dargestellt werden. Diese visualisiert besonders oft gefahrene Wege. Zudem kann man in der Community mitmachen und so zum Beispiel bei der Stadtplanung durch die erradelten Strecken Einfluss nehmen – sofern die Stadtplaner und Stadtplanerinnen die anonymen, aggregierten Daten bei Radverkehrsprojekten berücksichtigen.
    Mit BikeNatureGuide (Android | iOS) bietet der Anbieter bisher nur für einige Regionen in Österreich eine Navigations- und Karten-App fürs Land, welche auch Tourenplanung beinhaltet.

Klassische Radtourenkarten

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bietet ein gutes Kartenwerk, weil es von Radfahrern für Radfahrer erstellt wurde. Einzelne Kartenregionen können in der App „ADFC Karten“ (iOS) vom Bielefelder Verlag erworben werden. Dabei geht es explizit nicht um Routing und Navigation, sondern um Orientierung: „Wo bin ich und was ist um mich herum? Welche Radrouten? Mit welcher Oberfläche, welchen Steigungen, viel oder wenig Verkehr? Und wo gibt es Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten?“ Zudem gibt es auch Tourenempfehlungen vom ADFC. Für Android können die Kartendaten über den merkartor-Onlineshop erworben und zum Beispiel mit der App LOCUS verwendet werden. Das erfordert schon eine Einarbeitung. Etwas komfortabler dürfte da die Variante vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club mit dem „ADAC Fahrrad Tourenplaner Deutschland“-Kauf-App (Android | iOS) gehen. Allerdings wird in ein paar Bewertungen kritisiert, dass die Touren zu sehr über Hauptverkehrsstraßen laufen würden. Auch diese App bietet bisher kein Routing.

Radfahr-/Sport-Apps: Fitness, Ausdauer und mehr als ein Tacho

Fitness-Tracking auf dem Rad bietet Runtastic. Bei der Vielzahl der Apps des Herstellers ist jeweils eine kostenlose Version vom Rennrad- und Moutainbike-Tracker dabei: Road Bike und Mountain Bike. Die Apps bieten neben einer Kartenansicht, der GPS-Aufzeichnung, Messung von Distanz, Zeit, Geschwindigkeit/Pace, Kalorienverbrauch noch einiges mehr zum Fitness-Monitoring. Praktisch ist auch die Wetter-Anzeige. In der Pro-Version gibt es dann unter anderem noch einen Sprachcoach und Routen-Möglichkeiten – auch aus der Community, die mitunter bei Privatadressen starten – oder eben mit dem kompatiblen Zubehör die Anzeige der Herzfrequenz.

Auf dem US-Markt ist Strava (Android | iOS) weit verbreitet. Die App „Strava GPS Laufen & Radfahren“ ist Community orientiert und insgesamt versteht sich das Ganze auch eher als soziales Netzwerk bei dem auch Spitzensportler aktiv sind und denen gefolgt werden kann. Dabei können die eigenen getrackten Leistungen mit denen von anderen verglichen werden. Mit den kostenpflichtigen Premium-Funktionen gibt es dann unter anderem einen „Personal Coaching“ und Analysefunktionen.

Wer einen simplen Fahrrad-Tacho-Ersatz sucht wird vielleicht für Android mit der kleinen App Bikeometer, im Play Store als „Fahrradcomputer - fahrrad“ von FahmiSoft gelistet, fündig. Hier wird neben der aktuellen Geschwindigkeit, die GPS basiert manchmal leicht verzögert erfasst wird, auch der Kalorienverbrauch (basierend auf angegeben Daten wie Körpergewicht, Körpergröße und Alter) angegeben. Außerdem können die zurückgelegten Höhenmeter, mittlere Geschwindkeit, Maximalgeschwindigkeit und Distanz erfasst werden. Auf der Karte können gefahrene Strecken mit Eckdaten wie Mindesthöhe, Distanz und Dauer angeschaut und als GPX und KML exportiert werden. Ansonsten gibt es jede Menge Fahrradcomputer-Apps die leider zum Teil kostspielige Monats-Abos verlangen, um den vollen Funktionsumfang freizuschalten.

Regenradar und Wettervorhersage

Wetter-Apps dürfte so ziemlich jede und jeder auf dem Smartphone haben. Ergänzend zur eigenen Lieblings-App sei vielleicht noch einmal auf die Regenradar-Funktionen hingewiesen die einen ungefähr abschätzen lassen wo und wann der Niederschlag herunter kommt. Außerdem gibt es für Deutschland vom Deutschen Wetterdienst die kostenlose WarnWetter-App (Android | iOS), die neben der aktuellen Wetterprognose unter anderem die Unwetter-Warnungen enthält. Nicht zu unterschätzen ist zudem das Thema Sonnenschutz: Die App zeigt den UV-Index an.

Kein eigenes Rad? Fahrräder leihen mit Apps

Fahrrad leihen mit dem Smartphone

Je nach Ort bzw. Stadt gibt es unterschiedliche Fahrradverleihanbieter. Die großen bundesweiten Anbieter wie Call a Bike von der Deutschen Bahn, die derzeitig in rund 50 Städten mit einem unterschiedlich großen Flottenangebot zu finden ist, oder der weltweit operierende Verleiher nextbike, der in Deutschland ebenso in rund 50 Städten vertreten ist, bieten jeweils eigene Apps zur Fahrradentleihe an. Diese zeigen an wo die verfügbaren Räder der eigenen Flotte in der Nähe sind. Über die App, können sie dann gleich gebucht werden. Zu empfehlen ist, dass man sich schon im Vorfeld bei den Anbietern registriert, so dass es im Falle einer Ausleihe direkt losgehen kann und zudem die Zahlungsmodalitäten schon richtig hinterlegt sind. Auch andere regionale Anbieter haben mitunter eigene Apps. Für das Leihrad sind die schlanken Silikon-Smartphone-Lenkerhalterungen praktisch – wie die oben erwähnte, schnell angebrachte und wieder demontierte Halterung „Finn“. Montage und Demontage könnte man ggf. auch vor und nach der eigentlichen Ausleihe bewerkstelligen, um ein oder zwei Fahrminuten zu sparen. Das kleine Packmaß erleichtert das anschließende Verstauen.

Trotz Halterung, Konzentration auf die Straße

Bei den vielen Apps bitte noch eines beachten: Das Handy nimmt unsere Aufmerksamkeit in Anspruch, trotz guter Halterung und Sprachsteuerung. D. h. zum einen sollten wir unseren Blick lieber auf den Weg lenken und zum anderen, wenn wir telefonieren oder die Apps checken wollen, ist es vielleicht trotzdem ratsamer die Fahrt dafür zu unterbrechen und an einem sicheren Standplatz das Smartphone zu bedienen. Die Schlauchfinder-Apps lohnen sich ja sowieso erst im stehen oder auch die Suche nach der nächsten Bett+Bike-Unterkunft oder der Blick in den digitalisierten Reiseführer, den verschiedene Verlage anbieten.

Sichere dein Smartphone und dein Fahrrad

„Wer sein Fahrrad liebt …“, der füllt den Fahrradpass der Polizei aus. Dort werden alle wichtigen Daten rund ums Rad festgehalten und den gibt es auch als Fahrradpass-App (Android | iOS). Damit lassen sich auch die Räder der ganzen Familie erfassen. Wenn du zudem sorgenfrei deine Rast genießen willst, auch wenn du dein Smartgerät am Lenker vergessen hast, dann empfehlen wir unsere Handyversicherung mit der Diebstahlschutz-Option. Das schützt dann auch dein Smartphone vor Sturz- und Bruchschäden, wenn zum Beispiel doch die Handyhalterung nachgegeben hat. Übrigens kannst du jetzt gleich online dein Fahrrad versichern. Wir bieten auch spezielle Tarife für E-Bikes und Pedelecs: Optional kann dort auch der Pick-Up-Service gewählt werden: Wenn das E-Bike aufgrund eines Defektes liegengeblieben ist holt dich der Pick-Up-Service ab und bringt dich nach Hause oder zur nächsten Werkstatt.


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